Jugendliche aus Deutschland und Polen gestalten kreativen Ideen-Marathon im Rahmen der Europawoche NRW

Spannende Ergebnisse lieferte die Premiere des ersten Social Makerthon #CreateYourope! Vom  7. bis 8. Mai entwickelten Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren Ideen für ein grüneres, nachhaltigeres und inklusives Europa: Vom Urban Gardening-Netzwerk und Nachhaltigkeits-Festival in Kooperation mit Wissenschaftler*innen und Vereinen, über Innovationen für den öffentlichen Nahverkehr, bis zu Do-It-Yourself Ideen zum Thema Klima und Umwelt reichten die Ideen der Jugendlichen, die nun in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr weiterentwickelt werden sollen.

#CreateYourope fand als digitales Format im Rahmen der Europawoche NRW 2021 statt. Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Politik, u.a. Dr. Henning Wilts vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, und den Moderator*innen vom Bildungsnetzwerk teamGLOBAL, entwickeln die Jugendlichen in einem dynamischen „Innovations-Sprint“ kreative Projektideen für die Metropole Ruhr und Impulse für ein grünes, nachhaltiges und partizipatives Europa. Veranstalter des neuen Formats war der Regionalverband Ruhr (RVR), Dezernat für Bildung und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Europaangelegenheiten. Das Projekt wurde organisiert durch city2science, in Kooperation mit der European Science Engagement Association (EUSEA). #CreateYourope wurde durch das Land Nordrhein-Westfalen als Baustein der Europawoche NRW 2021 ausgezeichnet.

Ablauf

Nach einer Begrüßung durch die RVR-Regionaldirektorin Carola Geiß-Netthöfel begann der Makerthon mit einer inspirierenden Keynote von Philipp Offergeld, Projektmanager im Bereich Klimaschutz der Stiftung Mercator. Anschließend diskutierten die Jugendlichen 2 Challenges, die durch Inputs von Expert*innen unterstützt wurden:

Challenge 1: Nachhaltige Innovationen und Upcycling

Gesucht: frische Ideen und innovative Ansätze zur Bewältigung der Klimakrise! Wie können neue Technologien zu einem umweltfreundlichen und klimaneutralen Leben beitragen? Welche Rolle spielen dabei soziale Innovationen und die Veränderung von Verhaltensweisen? Und was zeichnet eigentlich eine nachhaltige Innovation aus? In dieser Challenge dreht sich alles um deine innovativen Ideen für mehr Klimaschutz in der Metropolregion Ruhr.

Expertin: Carolin Lehman, Projektmanagerin Energie Impuls OWL e.V.

Ob Essen, Kleidung oder Elektrogeräte – viele Produkte landen im Müll, obwohl sie noch brauchbar sind. Welche Möglichkeiten gibt es, Müll zu reduzieren und zu vermeiden? Wie kann aus Müll etwas Neues, Nützliches oder Kreatives entstehen? Deine Ideen sind gefragt, damit nicht alles direkt in die Tonne getreten wird.

Experte: Dr. Henning Wilts, Abteilungsleiter Kreislaufwirtschaft, Wuppertal Institut

Challenge 2: Europa 2030 und die Zukunft der Mobilität (European Challenge)

Klima-Neutralität, ökonomisches Wachstum und soziale Gleichheit – wie kann Europa sich zu einer gerechteren und nachhaltigeren Zukunft entwickeln? Welche Herausforderungen und Möglichkeiten bieten sich durch die Verschiedenheit der Mitgliedsstaaten? In welchem Europa wollen wir leben?

Experte: Prof. Dr. Michael Kaeding, Chair European Integration and European Union Politics, University Duisburg Essen

Ob Reisen, Arbeitsweg oder Warentransport – Mobilität muss klimafreundlicher werden. Wie kommt man von A nach B ohne die Umwelt zu belasten? Welche Chancen bieten z.B. shared mobility, Lastenräder oder Drohnen? Und wie kann man sicherstellen, dass möglichst viele Menschen von den neuen Verkehrskonzepten profitieren? In dieser Challenge entwickelst du Ideen für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität.

Expertin: PD Dr. habil. Ani Melkonyan-Gottschalk, Geschäftsführerin Zentrum für Logistik und Verkehr, Universität Duisburg-Essen

#CreateYourope fand als Social Makerthon statt. Makerthons sind ein innovativer Ansatz zur Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen. Das Wort setzt sich zusammen aus „Maker“ und „Marathon“. Maker sind kreative Köpfe, für die das Selbermachen und die gemeinsame Suche nach Lösungen im Mittelpunkt stehen. Während traditionelle „Hackathons“ auf technische und digitale Problemlösungen fokussiert sind, fördern Social Makerthons vielfältige Lösungsansätze, die z.B. auch sozialer und kreativer Natur sein können. Social Makerthons sind daher ideale Formate, um junge Generationen in demokratische Formen des Engagements einzubinden und so soziale Innovation und Inklusion lokal und auf europäischer Ebene zu fördern