Workshop für die TUM Talent Factory
Wie können Forschende die gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit sichtbar machen? Welche Rolle spielen Wissenschaftskommunikation und Stakeholder Engagement für erfolgreiche Förderanträge? Und wie lassen sich Forschung, Gesellschaft und Innovation besser miteinander verbinden?
Diesen Fragen widmete sich der Workshop „Science Communication as a Door Opener to Funding“, den Dr. Annette Klinkert am 27. Mai 2026 im Rahmen der TUM Talent Factory durchführte.
Im Mittelpunkt stand die Beobachtung, dass sich die Anforderungen an Forschung und Forschungsförderung in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Exzellente Wissenschaft bleibt die Grundlage erfolgreicher Forschung – gleichzeitig erwarten viele Förderorganisationen heute Antworten auf weiterführende Fragen: Wer profitiert von den Forschungsergebnissen? Welche gesellschaftlichen Herausforderungen werden adressiert? Welche Akteure werden eingebunden? Und wie können Forschungsergebnisse langfristig Wirkung entfalten?
Die Teilnehmenden diskutierten, wie sich Wissenschaftskommunikation von einem reinen Vermittlungsinstrument hin zu einem strategischen Element von Forschung und Innovation entwickelt hat. Dabei wurde deutlich, dass es heute nicht mehr allein darum geht, Forschungsergebnisse für eine breite Öffentlichkeit aufzubereiten. Vielmehr gewinnen Dialog, Zusammenarbeit und die frühzeitige Einbindung relevanter Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zunehmend an Bedeutung.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops lag auf der Frage, wie Forschende geeignete Stakeholder identifizieren und sinnvoll in Forschungs- und Innovationsprozesse einbinden können. Anhand von Methoden wie Stakeholder Mapping und Pathways to Impact erarbeiteten die Teilnehmenden Ansätze, um potenzielle Partner frühzeitig einzubeziehen und Forschungsvorhaben stärker an gesellschaftlichen Bedarfen auszurichten.
Besonders intensiv wurde die Rolle von Impact diskutiert. Statt Kommunikationsmaßnahmen erst am Ende eines Projekts zu planen, wurde ein Perspektivwechsel vorgeschlagen: Ausgangspunkt sollte die Frage sein, welche Veränderungen oder Wirkungen mit der Forschung erreicht werden sollen. Darauf aufbauend lassen sich Forschungsdesign, Kooperationen, Kommunikationsmaßnahmen und Engagement-Aktivitäten gezielt entwickeln.
Die Diskussionen zeigten, dass sich das Verständnis von Wissenschaftskommunikation derzeit erweitert: von der Ansprache von Zielgruppen hin zur aktiven Einbindung von Stakeholdern, von der reinen Verbreitung von Forschungsergebnissen hin zur Gestaltung von Beziehungen, Kooperationen und gemeinsamen Lernprozessen.
Wir bedanken uns bei den engagierten Teilnehmenden der TUM Talent Factory für den inspirierenden Austausch und die vielen spannenden Perspektiven auf die Zukunft von Wissenschaftskommunikation, Public Engagement und Forschungsförderung.
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