Wie können Berufsimkereien und Wissenschaft gemeinsam relevante Fragen entwickeln – und voneinander lernen?
Das Tandemexperiment Imkerei im Agrarsystem (TIA) ist ein Projekt des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Es bringt Berufsimkereien aus Ostbrandenburg und Hessen mit Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und nimmt dabei auch die Rolle professioneller Imkerei in sich verändernden Agrarsystemen und regionalen Landschaften in den Blick.
city2science begleitet das Projekt durch die Konzeption und Moderation des Tandemprozesses. Unsere Rolle ist es, die Perspektiven und Interessen beider Seiten sichtbar zu machen, thematische Schnittstellen zu identifizieren und einen Rahmen für Begegnung, Vertrauensbildung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu schaffen.
Ausgangspunkt sind die Bedarfe der Praxis: Was beschäftigt professionelle Imkereien heute? Wo liegen Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe – und bei welchen Fragen könnte eine Zusammenarbeit mit Wissenschaft neue Perspektiven eröffnen? Erste Interviews zeigen ein breites Spektrum: von Betriebsorganisation, Leadership und Wirtschaftlichkeit über Vermarktung und regionale Kooperationen bis zu Resilienz und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis.
Im nächsten Schritt werden Wissenschaftler*innen eingeladen, ihre Forschungsinteressen und Perspektiven einzubringen. Auf dieser Grundlage entwickelt city2science mögliche Tandems und konzipiert und moderiert die anschließenden gemeinsamen Workshops.
Dabei ist auch der Prozess selbst ein Experiment: Was braucht es, damit aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsame Fragen entstehen? Wie gelingt gegenseitige Beratung auf Augenhöhe? Und wann wird aus einem ersten Austausch eine längerfristige Kooperation?
TIA erprobt damit ganz praktisch, wie Co-Creation und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis gelingen können – und wie daraus neue Ideen, gemeinsame Forschungsaktivitäten und langfristige Partnerschaften entstehen können.
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