Eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt und Wissenschaft braucht stabile Partnerschaften – aber müssen diese immer aus großen Projekten und komplexen Konsortien bestehen? Stadt und Universität Würzburg zeigten durch eine neue Initiative im Jahr 2025, dass es auch kleiner, fokussierter und dadurch nachhaltiger gehen kann!
Im Rahmen des TSUWue – Transformationslabors Stadt und Universität Würzburg begleitete city2science, vertreten durch Dr. Annika Kreikenbohm, die Entwicklungs‑ und Dialogprozesse zwischen Stadtverwaltung und Universität als externe Moderations‑ und Beratungsinstanz. Ziel im Laufe des Jahres 2025 war es, eine fundierte, methodisch gestützte Zusammenarbeit zu ermöglichen, in der unterschiedliche Perspektiven sichtbar, zugänglich und produktiv nutzbar werden.
Hintergrund zum Tandem-Projekt
Das Projekt TSUWue – Transformationslabor Stadt und Universität Würzburg wurde im Rahmen der Förderlinie „Transformationslabor Hochschule“ des Stifterverbands durchgeführt. Es zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Stadtverwaltung langfristig zu stärken und neue Formen des Wissenstransfers auf Augenhöhe zu erproben. Im Zentrum stehen vier Tandems, bestehend aus je einer Person aus der Würzburger Stadtverwaltung und einer Person aus der Universität Würzburg. Diese Teams arbeiteten über mehrere Monate hinweg an konkreten, praxisrelevanten Herausforderungen der Stadtentwicklung – wie z. B. zur Nutzung öffentlicher Räume oder zur Förderung urbaner Biodiversität.
Die strategische Projektleitung lag bei Prof. Dr. Anja Schlömerkemper (WueLAB, Universität Würzburg) und Martin Heilig (Oberbürgermeister der Stadt Würzburg). Die operative Umsetzung erfolgte durch Dr. Nicola Oswald (WueLAB) und Christian Weiß (Stadt Würzburg).
Moderation, Methoden und Wirkung
city2science übernahm die konzeptionelle Ausgestaltung, Moderation und Prozessbegleitung der Tandem‑ und Gruppenworkshops. Dies umfasste die Entwicklung eines auf transdisziplinäre Zusammenarbeit ausgerichteten Workshop‑Designs sowie die Implementierung passender Methoden zur gemeinsamen Bearbeitung realer urbaner Herausforderungen. Durch die moderierte Arbeit konnten Mitarbeitende der Stadt Würzburg und Forschende der Universität Würzburg die Sprache, Logik und Bedürfnisse der jeweils anderen Seite kennenlernen und in einem geschützten Raum reflektieren.
Ein Schwerpunkt der Begleitung lag auf dem Einsatz wirkungsvoller Co‑Creation‑Methoden: von der Entwicklung How‑Might‑We‑Fragen über kreative Ideenfindungs‑ und Priorisierungsformate bis hin zu Prototyping‑Ansätzen und Wirkungsklärungen. city2science stellte dafür Arbeitsmaterialien und Reflexionshilfen zur Verfügung und unterstützte die Gruppen dabei, ihre Prozesse eigenständig weiterzuführen.
Die externe Moderation trug wesentlich dazu bei, Struktur, Klarheit und Vertrauen in den Dialog zu bringen. Sie entlastete die Akteur:innen methodisch und organisatorisch, sodass sich die Tandems auf das gemeinsame Verstehen, Lernen und Problemlösen konzentrieren konnten. Im Austausch wurden nicht nur konkrete Lösungsideen entwickelt, sondern auch transdisziplinäre Impulse und Maßnahmen angestoßen, die über das Projekt hinaus wirken und die langfristige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft stärken.
city2ccience hat mit dieser Begleitung ein praktisches Beispiel dafür geliefert, wie partizipative und transdisziplinäre Prozesse gut moderiert, methodisch gestützt und ergebnisorientiert gestaltet werden können – und leistet damit einen Beitrag zu nachhaltiger, wissensbasierter Stadtentwicklung.
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