Voll war’s, toll war’s! Menschen aller Generationen feierten Sommer, Sonne und Nachbarschaft beim ersten Mitmach-Sommerfest der Kirchengemeinde Herringhausen. 77 „Wunsch-Zettel“ wurden während des Festes ausgefüllt, mit tollen Ideen für die Zukunft des Quartiers. Wir freuen uns, dieses spannende Innovationsprojekt des Kirchenkreises Herford mit city2science unterstützen zu dürfen! Ein großer Dank gilt den über 50 Aktiven und der großartigen Mitmach-Band Krawallo Familienrocknroll!

Kirche als Sozialraum

Ein zentrales Ziel des Nachbarschaftsfestes war, positive Begegnungsangebote im Stadtquartier zu schaffen. Dies wurde mit einer Vielzahl von Angeboten sowie der großen Besucher*innenzahl erreicht: Nachbarschaftsplausch auf bunten Picknick-Decken, Kuchenbuffet mit Rezepte-Tausch, Live Musik von der Band Krawallo, Gestaltung eines gemeinsamen Nachbarschafts-Gemäldes, Riesentwister, Torwandschießen, Spielgeräte, Wikingerschach, Tauziehen, Samen- und Kräutertausch, Anregungen für naturnahe Gartengestaltung, Holzwerkstatt, Brettspiele sowie Ruheinseln zum Nachdenken und Entspannen zeigen die Bandbreite an Aktivitäten des Nachbarschaftsfests.

Quartier der Zukunft aus Lego

Bei dem Fest ging es aber auch darum, sich Zukunftsvisionen für das Quartier zu bauen: Wie wollen wir leben in Herringhausen, Diebrock und Eickum? Wie können wir unsere Nachbarschaft(en) stärken und uns häufiger begegnen? Was wollen wir miteinander teilen? Unsere Lieblingsrezepte? Unsere Zeit? Unsere Hobbys?

Kirchen als öffentliche Räume oder sog. „Dritte Orte“

Dass Kirchen oder Gemeindehäuser häufig zentral gelegen sind, ist nur ein Merkmal, warum sie Potential haben, sog. Dritte Orte zu sein oder zu werden. Der Begriff  „Dritter Ort“, geprägt durch den Soziologen Ray Oldenburg, beschreibt Orte der Gemeinschaft, die einen Ausgleich zu Familie oder Beruf bieten können. In Kirchen und Gemeindehäusern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, bereits bestehende Angeboten zu nutzen oder den verfügbaren Raum neu zu bespielen.