15 Teilnehmende zwischen 21 und 50 Jahren nahmen am ersten Intensivkurs des durch Erasmus+ geförderten Projekts SciCultureD teil. Ein 5 Tage langes immersives, co-kreatives Lernerlebnis in Athen mit  Moderator*innen- und Expert*innen aus Griechenland, Malta, Norwegen, England und Deutschland, teilweise physisch anwesend, teilweise hybrid zugeschaltet. Im Zentrum stand die Erkundung innovativer Bildungsmodelle für nachhaltige Entwicklung in Griechenland und darüber hinaus.

Montag

Der Montagvormittag startete mit einem kreativen Papier-Schneeballwerfen zum gegenseitigen Kennenzulernen. Im Anschluss gab es eine Einführung in den Design Thinking Prozess, der den großen Rahmen für den kreativen Prozess der Woche bildete. Zur Inspiration und für einen Einstieg in das Thema nachhaltige Bildung gingen alle Teilnehmer*innen und Moderator*innen auf eine Exkursion zu der Privatschule mit dem „Open Schooling“-Modell Ellinogermaniki Agogi Educational Institution. Die Schule hat ein spannendes Konzept mit projektbasiertem Arbeiten sowie einem großen Team an F&E-Mitarbeitenden („Forschung und Entwicklung“), die in rund 40 EU-Förderprojekten aktiv sind. Im Anschluss führte uns die Expedition noch zum Ellinkon Projekt, ein groß angelegtes Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen internationalen Flughafens von Athen. Das Konzept dieses Großprojekts wurde innerhalb der Gruppe allerdings sehr kritisch diskutiert.

Dienstag

Am Dienstag ging es das erste Mal in die Gruppenarbeiten in den sog. „Home Groups“, in die die Teilnehmenden eingeteilt waren, um Lösungsansätze im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu finden. Los ging es mit einem Input zur Einbeziehung von Stakeholdern und einem interaktiven Rollenspiel. Am Nachmittag gab es noch einen inspirierenden Vortrag zum Thema „Posthumanism“. Beide Tage dienten innerhalb des „Double Diamond Design Thinking Prozesses dem „Erkunden“ („Dicover“).

Mittwoch

Der Mittwochvormittag startete mit einer „Science and Movement“-Session. Hier wurde mal nicht verbal diskutiert oder zumindest kaum, sondern hauptsächlich über Bewegungen der Körper. Am Nachmittag ging es auf eine Exkursion über das gesamte Hotelgelände – zumindest soweit das W-LAN des Hotels reichte, um nach möglichen Orten für die Präsentation der Lösungsansätze aus den einzelnen Gruppen, Abschluss des Kurses am Freitag, zu suchen. Nachdem sich der „Double Diamond an den ersten beiden Tagen geöffnet hatte, ging es am Nachmittag um die Eingrenzung des konkreten „Problems“ an dem die einzelnen Gruppen im weiteren Design Thinking Prozess arbeiten wollten. Für diese Definition boten wir einen Maker Workshop an, in dem die Teilnehmenden zunächst individuell Modelle bauten und diese im Anschluss zu gemeinsamen Visionen zusammenführten, wie Bildung auf dem Weg zu einer grünen Transformation aussehen könnte. Hier einige Impressionen:

 

Donnerstag

Nachdem die Gruppen ihre Vision entwickelt und damit ihr konkretes „Problem“ genauer definiert hatten, öffnete sich der „Double Diamond“ in den Entwicklungsprozess. Los ging es mit dem Sammeln von Tönen und der Entwicklung einer Soundscape, wie Zukunft klingen könnte. Der letzte Input mit dem die Gruppen in ihre Arbeitsphasen bis zur Präsentations-Session am Freitag „entlassen wurden“, war eine Einführung in das Business Model Canvas, zur Unterstützung den entwickelten Lösungsansatz bzw. die entwickelte Projektidee weiter zu konkretisieren.

 

Freitag

Beim Beobachten der verschiedenen „Home Groups“ ließen sich gut unterschiedliche Gruppendynamiken erkennen sowie verschiedene Arbeitsweisen. Während die einen versunken in Recherche still nachdenkend arbeiteten, waren andere in einer theatralen Generalprobe unterwegs. Eine Gruppe bereitete fleißig Materialien mit Papier für ihre Präsentation vor und die vierte Gruppe nutze zum gemeinsamen Brainstorming die zahlreichen Wasserflaschen, die im Konferenzraum auf den Tischen standen. Heraus kamen vier verschiedene Präsentationen, deren verbindendes Merkmal war, dass sie alle die Kreativmethoden der vorangegangen Tage aufnahmen und für sich nutzten. Bemerkenswert war darüber hinaus, dass alle partizipativ die gesamte Gruppe in ihre Präsentationen einbezogen. Euphorisch und inspiriert ging es am Abend zu einem letzten Abendessen in ein griechisches Restaurant, bevor am nächsten Tag alle den Nachhauseweg antraten.